Laura *20.3.2008
¡Bienvenida a tu vida! Herzlich willkommen, kleine Maus! Schnell groß und kräftig werden, damit du bald nach Hause kannst.
¡Bienvenida a tu vida! Herzlich willkommen, kleine Maus! Schnell groß und kräftig werden, damit du bald nach Hause kannst.

… so fühlte man sich auf dem Dragonfestival 2008. Gut, dass es viele Zelte gab, in die man sich flüchten konnte, um sich bei guter Musik wieder warm zu tanzen.
Moment! Der Oscar (bester Nebendarsteller) ging natürlich an Javier Bardem für seine Darstellung des Killers Anton in No Country for Old Men. [Private Notiz: unbedingt ansehen!]. Bereits 2001 war Bardem für einen Oscar nominiert. Die Nominierung brachte ihn seine Darstellung des homosexuellen, kubanischen Schriftstellers Reinaldo Arenas in Before Night Falls ein. Ein beeindruckender Film, den ich mir deshalb angesehen habe - ja, ich gebe es zu, weil Johnny Depp mit von der Partie ist. Sein Beitrag besteht in zwei kleinen, gewohnt exzentrischen Nebenrollen. Nur kurz: Auf meiner Liste “Lieblingsfilme mit Javier Bardem” steht außerdem noch ganz weit oben: Mar adentro (Das Meer in mir). Bardem spielt in diesem ebenfalls autobiografischen Film den Seemann Ramon Sampedro. Dieser verunglückt als junger Mann schwer und ist seitdem vom Hals an gelähmt ist. Zeit seines Lebens kämpft er für die Legalisierung der Sterbehilfe in Spanien.
So, nun zu José Luis Rodríguez Zapatero. Er hat nämlich auch gewonnen, und zwar die Parlamentswahlen am 9. März 2008. Damit bleibt er im Amt des Ministerpräsidenten und wird mit seinen Sozialisten (PSOE - Partido Socialista Obrero Español) für weitere vier Jahre Spanien regieren.
Ok. Beide Meldungen sind nicht mehr ganz taufrisch, erschienen mir aber unbedingt eines Eintrags wert.

This year´s Dragonfestival seems to attract visitors from higher spheres.
Ein Sevillaner kommt im Zentrum von Granada an und setzt sich in eine Bar. Er ruft dem Kellner zu: „Mi arma, ven pacà!“ (Mi alma, ven aqui! / Meine Seele, komm her!)*. Der Kellner kommt und sagt: „Hier in Granada sagt man nicht „mi arma“, dass du mich so bloß nicht mehr nennst. Du kannst mich Chef, Kellner, Tío (Onkel) nennen, aber „mi arma“ … mach das nicht noch mal“. Der Sevillaner wird langsam sauer: „Ok, TIO, no pasa ná. (No pasa nada / Macht nix). Porme una servessita. (Ponme una cerveza./ Bring mir ein Bier). Hierauf antwortet ihm der Kellner: „Hier in Graná (Granada) haben wir keine „servessitas“, ich kann dir ein Bier bringen, eine Caña (0,2 l Bier), einen Tanque, einen Tubo (0,33 l Bier), ein Neunzehnhundert (1925 Alhambra), aber eine „servessita“ … nein“. Der Sevillaner schon mit ordentlich Wut im Bauch sagt: „Joé (joder / verdammt noch mal), po (pues / nun) bring mir eine Caña, TIO. Und bring mir, wenn du schon unterweg bist, gleich noch ein paar „Olivitas“ (Oliven) mit!“. Der Kellner kuckt geringschätzig auf den „Morsillón“ (tonto / Bekloppter) und sagt Kopf schüttelnd: „Hier in Graná haben wir keine „Olivitas“ , ich kann dir ein paar „Aceitunas“ (Oliven) bringen, wenn du willst …“. Der Sevillaner muss sich bereits zusammenreißen, um dem Kellner nicht an den Hals zu springen: „Verdammt noch mal TIO, dann bring mir ein paar „Asseitunas“. Der Kellner geht und bringt ihm, was er bestellt hat. Als es Zeit wird zu zahlen, zahlt der Sevillaner beim Kellner und während der ihm das Wechselgeld zurückgibt, sagt er: „Einen Moment, rein aus Interesse, wie ruft man hier in Granada die Arschlöcher?“ . Der Kellner erwidert: „ Hier rufen wir sie nicht, sie kommen ganz von selbst über die A-92“.
*Übersetzung des “Sevillanischen” in Klammern: 1. Castellano / 2. Deutsch
Wissen nicht, was dir wichtig ist.
Sie interessiert nicht, was dir wichtig ist.
Und sie versuchen erst gar nicht herauszufinden,
welche unwichtigen Dinge dir wichtig sind.
Sie greifen einfach zu.
Ja ja, Gelegenheit macht Diebe.
Und doch sind es Arschlöcher!
In Memoriam an mein kleines weißes Buch,
meinen bunten Geldbeutel und die arabische Münze,
die mir in Granada jemand für nen Euro angedreht hat.
… wohin bist du nur gegangen? Warum gefällt dir mein Blog denn nicht?
Pepita
Ich sitze mit Montse in der Küche und stöbere in einem ihrer Kochbücher („Kochen wie Großmutter“ oder so). Eines der Rezepte für Reis gefällt mir besonders gut; fast genauso bereitet Javis Mutter ihren Arroz zu. So rufe ich in den Salon, wo Javi und David vor dem Fernseher abhängen: „¡Javi, he encontrado el arroz de tu madre!“ (Javi, ich habe den Reis deiner Mutter gefunden!). Javi versteht mich akkustisch nicht, so wiederholt David laut: „¡Tine ha encontrado la pepita de tu madre!“ (Tine hat den Kitzler deiner Mutter gefunden!). Als ich dies höre, freu ich mich diebisch. Ich lese zur Zeit „Once minutos“ von Paulo Coelho und wie der Zufall so will, steht „pepita“ seit gestern auf einer meiner Karteikarten. Ich kann es mir nicht verkneifen, sie meinem Mitbewohner direkt unter die Nase zu halten. Davids leicht perplexen Gesichtsausdruck werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Resumen: Das Lesen von Büchern ist eine tolle Möglichkeit, seinen Wortschatz aufzupolieren.
Y porqué no te frías una teta?
Sonntag Abend – es ist der Tag nach der Hochzeit von Javis Bruder Angel – in Orgiva. Die Familie sitzt gemeinsam beim Abendessen. Es gibt gebratene Champions und für den Neffen, der keine Pilze mag, zwei Filets. Javis fürsorgliche Mutter fragt ihn, ob er vielleicht noch etwas anderes möchte. „¿Quieres que te fría un huevo?“ (Möchtest du, dass ich dir ein Ei brate?). Da antwortet Neffe Jonathan: „¿Y porqué no te fríes una teta?“ (Und warum brätst du dir nicht eine Titte?). Das kommt mir schon ziemlich spanisch vor. Wie die Leute an einem deutschen Essenstisch wohl reagieren würden?! Wie unpraktisch, dass ich keine Eier hab … .